Wie das Internet....

... mein Leben positiv beeinflusst oder weshalb ich plötzlich Dutzende Zimmerpflanzen besitze! 

Genau vor einem Jahr gab es in unserem Haushalt genau 3 Zimmerpflanzen! Und jede davon hat eine Geschichte! Der 170 cm grosse Ficus ist mein Zahnarzt-Baum!  Ich habe ihn mir als Belohnung vor fast 10 Jahren gekauft, weil ich den Zahnarzt-Termin "überlebt" hatte! Pflanze Nummer 2 ist eine Beaucarna die mich schon seit 20 Jahren begleitet und die dritte, ja die dritte hat letztes Jahr ihr Leben mangels Wasser aufgegeben. Es war auch die einzige Pflanze die ich meinem Mami während unseren 3 Wochen Ferien zur Pflege gegeben habe. Dieses Jahr ist alles anderes! 

Unsere Terrasse wird während den Simmerferien immer von unserem pensionierten Nachbarn gepflegt. Heute hab ich aber mit Schrecken festgestellt, das ich vielleicht auch jemand für die Zimmerpflanzen suchen müsste! Den meine Lebensbegleiter haben in den letzte 6 Monaten enormen Zuwachs erhalten! 

10 Pileas
1 Kaffir-Limette 
2 Beaucarna
2 Hängepflanzen deren Namen ich nicht kenne
1 Monstera
1 Bonsai Ficus
1 Herzlibaum
1 Mini-Hortensie
1 Osterkaktus

Tja - ich würde sagen ich geh dann mal einen Pflanzengiesser suchen! 

Und wieso es plötzlich soviel sind? Ganz einfach, Anfang Dez. 16 hat mir Frau Gugus (Internet sei dank) einen Pilea-Ableger geschickt und da hat es "Klick" gemacht! So quasi back to the roots: einmal Tochter einer Floristin - immer Tochter einer Floristin! ❤️

 Und wenn ich nicht so allergisch auf gewisse Schnittblumen reagieren würde, würde ich heute nochmals eine Ausbildung als Floristin machen! 

Guten Start ins Wochenende! 






12 am 12ten

... gibt es heute auch noch!

MIt Glitzer den Tag zu beginnen ist immer gut, aber bei mir gabs ein Züri-Joghurt!! Sehr lecker! Als ich dann nach Hause kam, war da mein Gewinn vom Nähkomplott im Briefkasten! Die neuste  Ausgabe ihrer Zeitschrift.Irgendwann kam die Meldung dass Ed Sheeran ein Zusatzkonzert gibt und vielleicht kauf ich ja doch noch Tickets. Obwohl so mitten in den Schulsommer-Ferien ist schon äs bitzeli blöd! Zu Zmittag gabs dann Risottto mit Olli's Steinpilzen aus Joditz. Anschliessend das obligatorische Käffeli. Und immer wenn ich äs bitzeli hässig bin, hab ich das Gefühl ich muss einen Kuchen backen. Also gabs gestern noch einen Aprikosen-Streuselkuchen. Jetzt gibts noch Impressionen aus unsererm Garten, Apéro in der Villa Schönegg in Rüschlikon, Essen beim Ashis ins Zürich, noch mals im Garten... und beendet wird der 12er Fotomarathon mit einer Liismete! 


Wer war noch dabei? Guckt bei Frau Kännchen vorbei, sie führt die Liste schon seit Jahren!!!

Ein Jahr schon....

... ist es her, seit wir das"Altersheim" gezügelt" haben.  Hier noch die kleine Giesskannenpower-Geschichte vom 12.07.2016:

Zmitzt in der Züglete hab ich nix besseres zuntun als Giesskannen zu fotografieren... und das kam so: beim Rundgang ob alles richtig etikettiert ist, ist mir aufgefallen, das mind 20 Giesskannen angeschrieben waren mit 155 (jeder Raum hat ne Nummer und 155 ist die Terrasse) Ich habe mich dann gefragt was man mit sovielen Gieskannen auf der Terrasse anfangen will und habe kurzerhand umetikettiert auf rot! Rot bedeutet Entsorgen (und man darf es mit nach Hause nehmen)... tja als ich dann am nächsten Tag alles fotografieren wollte, waren 3/4 der "roten" Giesskannen weg und das sind alle die ich noch fürs Foto gefunden habe und ich finde das ist immer noch genug.

Bei der Kontrolle der neuen Terrasse hab ich doch tatsächlich bereits schon 6 SECHS Giesskannen entdeckt und zwei Gartenschläuche!!! Und nein die Terrasse im Provisorium hat nicht etwa 300 m2 nein, höchsten 50!

Bin ja gespannt wieviele Giesskannen bis Freitag, dann ist der Umzug vorbei, noch den Weg auf die Terrasse finden! (in meinem Büro ist übrigens auch eine der Kannen gelandet...) #umzug


Ebenfalls 365 Tage ist es aber auch her, dass ich Hals über Kopf die Arbeit verlassen musste, weil es meiner Mama so schlecht ging! Noch wussten wir zu dem Zeitpunkt nicht was alles auf uns zu kommt. Da sie aber am Telefon geweint hat, wusste ich, es ist nicht gut! Also "alarmierung" meiner Brüder und ab auf den Berg. So schnell war ich glaub noch nie auf dem Berg. Und dann hat das ganze Unheil seinen Lauf genommen. Die niederschmetterende Diagnose: Krebs.  Und natürlich schon mit Ablegern im ganzen Körper, wie könnte es auch anders sein. Wir nehmen nicht das Anfangsprogramm, wir beginnen gleich am Ende!

Meine Mama war eine sehr starke Frau und hat nie über Schmerzen geklagt oder gejammert. Was ch an dem Tag erleben musste, war für mich einfach nur schrecklich. Hilflos mit anzusehen wie sie leidet und nicht mehr weiss wie es weiter gehen soll. Diese unsagbaren Schmerzen bei jedem Schritt. Und vorallem, sie hat das erste Mal ihre Maske Fallen lassen.

Diagnose vom Arzt: Blasenkrebs Endstadion mit Ablegern überall. Man kann operiren, Chancen stehen bei 10%, ansonsten bleiben höchstens noch 4 Monate. Bähm! 4 Monate!! Schock pur! Chemo und Ops wollte sie nicht, also einfach den Dingen ihren Lauf lassen.

Bei uns standen 3 Wochen Sommerferien in Griechenland an, auf die wir uns alle eigentlich sehr gefreut hatten! Was jetzt? Gehen oder nicht? Nach langen Gesprächen mit meinem Mami und meiner Familie haben wir uns dann entschlossen zu fliegen. Wäre es rapide bergab gegangen, wäre ich innert 12 Stunden da gewesen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es war die richtige Entscheidung. Wir haben täglich telefoniert und wir konnten die Sonne und das Meer auch geniessen. Wir sind nach 2 Wochen erholt zurück gekommen und konnten so die Zeit mit ihr noch mehr geniessen. 


Ja und jetzt trauere ich schon seit 135 Tagen um sie. Täglich fehlt sie mir. Aber mittlerweile greif ich nicht mehr jeden Tag zum Telefon und möchte sie anrufen, nur noch jeden zweiten. Trotzdem führe ich ganz oft ein Gespräch mit ihr und frage sie um Rat wenn ich irgendwo nicht weiter weiss. Manchmal erleb ich Glücksmomente, die ich gerne mit ihr teilen möchte, weil ich weiss sie würde sich darüber amüsieren. Manchmal sind es auch nicht so gute Momente, wo sie aber genau die richtigen Worte gefunden hätte. Oder es hat auch gereicht, dass ich meinen Frust einfach bei ihr abladen konnten, das kam aber zum Glück nicht so häufig vor.

Das Leben geht weiter und vielleicht hilft mir ja mein "21 Tage-Projekt", meine innere Blockade zu lösen....man weiss ja nie! 


PS: Und die Giesskannen passen auch zur Geschichte, da meine Mama gelernte Gärtnerin / Floristin war und den wohl schönsten, natürlichen Garten auf dem "Berg" hatte! 


Der Regen...

... ist buchstäblich vorbei! Gestern hat es ja Gewitter, geblitzt und gedonnert...nicht nur am Himmel, nein auch im Gesicht meiner Tochter! Denn.... jawohl ein Zahnarztbesuch der unangenehmen Sorte stand an!


Im Beachvolleyball-Lager im Mai hatte sie einen Ball mitten ins Gesicht bekommen und da da auch noch ein halbes Velo im Mund ist, hat das ganz schön arg an die Schaufelzähnen geknallt. Da haben alle nur noch Blut gesehen, aber nix weiter! Das dauert ja ein bischen bis man merkt, dass etwas mit dem Zähnen nicht mehr stimmt. Plötzlich ist dieses Gefühl da, das man nix mehr beissen kann, dass die Kälte besonders weh tut, aber da sie ja die Spange trägt, dachten wir alle es kommt daher. Tjam, falsch gedacht. Der eine Zahn hat sich immer mehr aus der Zahnspange gelöst und beim letzten Kontroll-Termin bei der Kieferorthopädin hat sich dann herausgestellt, der Zahn ist tot! Wunderbar! 13 Jahre alt und schon nen toter Zahn im Mund und erst noch panische Angst vor Zahnärzten. Die optimale Voraussetzung für einen Eingriff. Also kurzerhand dem weltbesten KInderzahnarzt angerufen, damit er uns eine Empfehlung abgeben kann. Und siehe da, es gibt doch tatsächlich Zahnärzte die nur Wurzelbehandlungen machen können. Für mich ja sowieso ein Rätsel wie man anderen Menschen den ganzen Tag im Mund rumfummeln kann. Na ja, auf alle Fälle haben wir auf Biegen und Brechen gestern einen Notfall-Termin bekommen. Vor dem Termin haben Töchterchen und ich eine Homopathische "Beruhigungstablette" geschluckt und dann ging es los..... nach einer etwas längeren Wartezeit ging es dann endlich los! Allein der Anblick des Zahnarzt-Bestecks genügt um den Tränen freien Lauf zu lassen! 15 Minuten haben wir auf sie eingeredet, alles erklärt und wollten ihr die Angst nehmen. Aber die Angst vor der Spritze war einfach zu gross. Irgendwann wurde dann aber der Punkt erreicht wo es nur noch hiess: entweder machst du es jetzt oder du hast jetzt weitere 2 bis 3 Wochen Angst vor der Spritze und lebst mit den täglichen Schmerzen. Und siehe da.... das kleine Fräulein konnte über den Schatten springen und hat die Prozedur über sich ergehen lassen. Das sie nach der ganzen OP dann meinte: meine Güte was mach ich für ein Theater, die Spritze merkt man ja gar nicht, hat mich dann doch noch zum Lachen gebracht! Und war einer der Glücksmomente des Tages! 

Es gab aber noch einen anderen Glücksmoment! Ich hab ja auch noch eine grosse Tochter und sie hat es doch tatsächlich geschafft in ihrem absoluten "ichverstehdasallesnicht-Fach-undwerrechnetschonmitBuchstaben" ihre Note um eine ganze Note anzuheben! 4 Monate Nachhilfe, unzählige Gespräche, Übungen, Wille, Fleiss haben sich bezahlt gemacht! Bravo!

Ende gut alles gut! 

21 Tage....




... braucht es bis etwas im Kopf verankert ist und es quasi automatisiert ist! Automatisiert ist bei mir seit fast 3 Jahren, dass ich bei Instagram jeden Tag einen Glücksmoment bildlich poste. Schaff ich es aber 21 Tage lang jeden Tag Gedanken aufzuschreiben? Vielleicht hilft es mir das Gewirr in meinem Kopf zu ordnen? Ich werde es versuchen! 


Heute beginnen wir mit einem kleinem Rückblick auf den gestrigen Tag! Emily spielt ja leidentschaftlich Volleyball und im Sommer sind da jedes Wochenende Beachvolleyball-Turniere angesagt. So kommen wir doch äs bitzeli in der Schweiz rum, nur sehen tun wir eigentlich nichts davon. Wir wissen einfach wo gibt es schöne Badeanstalten und wo sind die Beachvolleyball-Felder einfach irgendwo hingestellt ohne eine anständige Infrastruktur drumherum. Immerhin etwas. Gestern waren wir also in Ascona! Herrlich wars, direkt am Lido von Ascona. Ferienstimmung pur! Bis zum Halbfinal war auch eine tolle Stimmung, ausgelassenes Geschwätz und Zusammensein. Aber eben, nur bis zum Halbfinal, denn wenn Zürcher - Tessiner bezwingen, dann ist der Frieden vorbei! Dann wird aus ausgelassener und fröhlicher Stimmung plötzlich Wut und Abschätzung. Sowas hab ich wirklich noch nie erlebt. Die Mädels sind ja auf dem Spielfeld selbst verantwortlich was Sache ist und müssen auch selbst gucken wenn mal ein Ball knapp drin ist oder draussen oder eben wenn man ins Netz greift. Die Zuschauer haben dann ganz mucksmäuschen still zu sein und die Mädels diskutieren es aus. Nicht so im Tessin, da wird reingeredet und die Mädchen werden eingeschüchtert und wenn die beiden Zürcherinnen gesehen dass das andere Mädchen das Netz berührt hat, dann isses so. Dann könnnen nicht Zuschauer die 15 Meter hinter der Linie sagen, dass stimmt nicht. Selbst die die beim Netz stehen, müssen einfach nur ruhig sein. Tja... wenn die Mädchen sich dann einigen auf Wiederholung und die "gegnerische" Mannschaft dann den entscheidenden Punkt doch verliert und die Zürcherinnen gewinnen, dann ist die Hölle los. Das Tessiner Mädel hat sich zwar bei unseren Girls noch für das Spiel bedankt, dann ist sie aber wutschnaubend und heulend davongelaufen. Daraufhin wurden unsere Mädels lautstartk auf italienisch von den Eltern beschimpft (dumm, dass ich italiensch verstehe) und an ein anständiges Finalspiel war nicht mehr zu denken. Meine Tochter war sehr betrübt über diese unsportliche Geste und hätte wohl im Finalspiel am liebsten Forfait gegeben. Auch dass dann die Verlierer Seite noch dumme Sprüche ins Finalspiel reingeschrien hat, ist absolut unsportlich und unfair. Schade.

Emotionen hin oder  her, es sind 13 jährige Mädchen die einer Passion nach gehen und auch anständig verlieren muss man lernen. Auch ein Appell an die Eltern...haltet euch doch einfach zurück und fangt euer Kind in der Traurigkeit auf und schüttet nicht noch mehr Feuer und Wut in sie rein. Es hat mich sehr getroffen und betrübt, dass sich erwachsene Menschen so hinein steigern können und sich so verletzend gegenüber Kindern verhalten können. Aber bis nächsten Samstag ist alles vergessen und wenn nicht, dann weiss ich über was ich am Sonntag schreibe :-). 


Einen wunderbaren Start in die Woche wünsch ich euch! 

Ä gueti Reis wünsch....

... ich dir liäbs Mami! 
ich vermisse dein Lachen, deine Aufmerksamkeit und deine unendliche Geduld und und und...  Wenn ich mir dieses Bild angucke, dann seh ich diese unglaubliche Lebensfreude und ich merke auch, dass ich noch nicht bereit bin, darüber zu schreiben.... deshalb lass ich es einfach mal so stehen! Das Bild ist 9 Monate vor der Diagnose entstanden.

Bis glii! 

12 am 12ten...

...
Es war mal wieder einer dieser Tage die in der Turnhalle stattfand! Aber zwischendurch bin ich mal an den See geflitzt und habe die Sonne genossen!


Wenn die Bluse nicht....

... klappt, dann näht man sich halt ein Täschli! Das kann ich und das mag ich.

 














Das mit der Bluse ist die übliche Geschichte, die sich alle zwei bis drei Monate bei mir abspielt:


- ich beschliesse etwas für mich zu nähen

- ich bin ÜBERMOTIVIERT
- 1 such mir einen besonders schönen Stoff aus
- der Stoff ist aber eigentlich viel zu bunt für mich, weil ich ja nur dunkle Farben oder Streifen" trage (aber auch diese nur in blau-weiss oder schwarz-weiss)
- ich denke, oh.... jetzt wird es Zeit, jetzt tragen wir mal bunt, das kaufen wir jetzt
- mein inneres ich sagt: nein kauf es nicht, das trägst du nicht
- mein herz sagt: kauf es, werde bunter, werde fröhlicher (ich bin auch in dunklen Farben fröhlich genug.... ehrlich)
- ich hör wie immer auf mein Herz (das ist ja nicht immer schlecht...)
- ich näh die Bluse mit grossem Eifer
- schon beim nähen merke ich: das ist NICHT meine Farbe
- aber nein, das macht nicht, das kann ja noch werden
- ich nähe weiter
- mit jedem Stich wird mir klarer: es ist NICHT meine Farbe
- egal, da muss ich jetzt durch
- ich nähe die Bluse weiter
- nach gefühlten 10 Stunden ist die Bluse fertig
- tatdaaa...es folgt die grosse Anprobe
- Bluse sieht aus wie ein Sack (logisch wennman ein bische mehr Vorbau hat, geht das einfach nicht ohne Abnäher...aber es könnte ja sein, dass es einmal geht)

- ich stell mich vor den Spiegel und begrüsse mein unbekanntes Gegenüber: wer ist das? diese oberteil ist viel zu bunt und lässt diese Person aussehen als hätte sie seit Tagen nicht mehr geschlafen und müsste sich jeden Moment übergeben.
- hm....
- meine grosse tochter kommt nach hause und wird um rat gefragt
- sie meint: zieh sie mal aus... 
- ich leiste ihrer bitte natürlich folge
- das kluge Kind nimmt die Bluse, verknotet die Ärmel und übergibt das Teil der Tonne und meint nur: mami das ist NICHT deine Farbe! Wie kannst du nur....
- hab ich nicht eine kluge Tochter?

Fazit: ich werde mir keine Bucket-List anlegen sondern eine: not-to-do-list,

äs Tragtäschli...

... wie früher, als wir noch jung waren,  die Plalstiksäcke ausgesehen haben! Das ist jetzt die vierte die ich genäht habe und jedes Mal wenn ich bei den Tragegriffen bin, ist meine Wortwahl nicht mehr sehr dezent... und dann sag ich zu mir selbst: nie wieder! Da ich überhaupt nicht nachtragend bin, vergess icn es wieder und nähe dann wieder eine 😉


Stoff von LILLY PARIS  Das Stoffatelier
Schnittmuster aus dem Buch: Meine Tasche - Mein Design von Miriam Dornemann

2020 -neues Jahr...